Equity Story

Unternehmensprofil
RHI ist ein global agierender Anbieter hochwertiger Feuerfestprodukte, -systeme und Dienstleistungen, die für industrielle Hochtemperaturprozesse über 1.200 °C unverzichtbar sind.

Mit rund 8.000 MitarbeiterInnen, 32 Produktionswerken und mehr als 70 Vertriebsstandorten bedient RHI mehr als 10.000 Kunden aus der Stahl-, Zement-, Nichteisenmetalle-, Glas-, Energie- und Chemieindustrie in fast allen Ländern der Welt. Feuerfeste Auskleidungen von RHI stellen sicher, dass unterschiedlichste Aggregate (z.B. Stahlpfannen, Zementdrehrohröfen, Kupferkonverter oder Glaswannen) extremen thermischen, mechanischen und chemischen Belastungen standhalten.

Hauptnachfragetreiber nach Feuerfestprodukten sind Wohlstandswachstum, das Level der industriellen Produktion und Infrastrukturprojekte. Obwohl Feuerfestprodukte nur 1 bis 3% der Produktionskosten der Kundenindustrien ausmachen, sind sie entscheidend für die Qualität der hergestellten Produkte.

Hohen Stellenwert innerhalb des RHI Konzerns hat die Forschung. Die Innovationskraft, die uns zum weltweiten Technologieführer gemacht hat, beruht auf der jahrzehntelang etablierten Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschafft. Jährlich werden rund € 20 Mio in diesen Zukunftsbereich investiert.

Im Jahr 2012 erzielte RHI einen Umsatz von € 1.835,7 Mio. Die unten stehende Grafik zeigt den Umsatzanteil je Segment und Region.

 
Strategie & Finanzielle Ziele
Im Jahr 2012 wurden aus der neu definierten Vision „We lead the industry. Everywhere. Anytime.“ die strategischen Ziele abgeleitet. Die Zielsetzung bis 2020 ist die Erwirtschaftung eines Umsatzes von € 3,0 Mrd mit einer EBIT-Marge von 12% über den Konjunkturzyklus.

Im Zuge eines strukturierten Strategieupdates wurden die Zielgrößen auf die sechs Strategischen Business Units (Linings, Flow Control, Zement/Kalk, Nichteisenmetalle, Glas, Umwelt / Energie / Chemie) heruntergebrochen. Das geplante Wachstum soll durch Preis- und Mengensteigerungen sowie selektive kleinere Akquisitionen erreicht werden. Die angestrebte Verbesserung der EBIT-Marge sollte aus dem höheren Umsatzanteil der Emerging Markets, wo höhere Margen als in den gesättigten Märkten erzielt werden können, dem höheren Eigenversorgungsgrad an Magnesia sowie der weiteren Optimierung des Betriebsstättenkonzeptes resultieren.

>> Profitables Wachstum
Im Jahr 2012 erzielte RHI 56% des Umsatzes in den Emerging Markets, im Jahr 2020 könnte dieser Anteil bereits rund 70% betragen. Wir sind bestrebt, am weiteren Aufholprozess der Schwellenländer zu partizipieren und gemeinsam mit unseren Kunden in den Emerging Markets zu wachsen. Die Grafik unten zeigt die Entwicklung der Rohstahlproduktion in Millionen Tonnen (Quelle: worldsteel & CRU).


Während sich beispielsweise die Zahl der Kraftfahrzeuge pro 1.000 Einwohner in Indien und China im niedrigen zweistelligen Bereich bewegt, werden gemäß Daten der Weltbank in den USA mehr als 800 Kraftfahrzeuge pro 1.000 Einwohner registriert. Der Stahlverbrauch in Kilogramm pro Kopf liegt in Indien im mittleren zweistelligen Bereich, während in Europa, den USA oder auch in China Werte von deutlich über 300 Kilogramm pro Kopf erzielt werden. Daraus ergibt sich ein großes Wachstumspotenzial, an dem wir in den nächsten Jahren verstärkt teilhaben wollen. Die Grafik unten zeigt den Pro-Kopf-Verbrauch von Rohstahl in Verbindung mit dem erwirtschafteten BIP pro Kopf (Quelle: worldsteel & IMF).

>> Rohstoffintegration
Rohstoffe machen bei RHI rund 60% der gesamten Produktionskosten aus. Der Zugang und die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Rohstoffen (vor allem Magnesia) sind entscheidend für unsere Feuerfestprodukte, da sie deren Leistungsmerkmale wesentlich beeinflussen.
Rund 70% der globalen Magnesitvorkommen befinden sich in China, Nordkorea und Russland. Bedingt durch eine steigende Nachfrage und Exportbeschränkungen in China haben sich die Preise für Rohstoffe in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht. Aus diesem Grund investiert RHI verstärkt in die Erhöhung des Eigenversorgungsgrads. Mit der Erweiterung der Minen in der Türkei und in Österreich sowie Akquisitionen konnten wir den Eigenversorgungsgrad auf rund 80% steigern. Dabei wurde auch auf eine alternative Rohstoffgewinnung aus Meerwasser zurückgegriffen. RHI ist bestrebt, den Eigenversorgungsgrad auch in der Wachstumsphase stabil zu halten. Die Grafiken unten zeigen die Preisentwicklung von Schmelzmagnesia und gebranntem Magnesia in US-Dollar pro Tonne sowie die Entwicklung des Eigenversorgungsgrades an Magnesia der RHI.

>> Innovation
Als Technologieführer konzentriert sich RHI auf die Entwicklung von Lösungen, die speziell an Kundentrends angepasst sind. Nur durch kontinuierliche und innovative Prozesse können neue Maßstäbe in der Branche gesetzt werden. Die Forschung konzentriert sich dabei auf vier strategische Felder: Rohstoffersatz, Energieeffizienz, Funktionalprodukte und Recycling. Innovation reicht im RHI Konzern von der Produktebene bis hin zu allen Geschäftsprozessen und involviert alle MitarbeiterInnen.

>> Business Excellence
Um langfristig am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Produktionskapazitäten angepasst und näher zu den Kunden verlagert werden. Die erwartet geringeren Wachstumsraten in Europa erfordern eine Anpassung der Produktionskapazitäten, um eine optimale Auslastung der weltweiten Standorte zu gewährleisten. RHI arbeitet aktuell an der Optimierung der Betriebsstättenstruktur, aus der auch eine Senkung der Lagerbestände resultieren sollte. Weiters werden kontinuierlich alle Geschäftsprozesse adaptiert, um Kunden besser zu servicieren und Kosten zu optimieren.

RHI auf dem Weg der Umsetzung der Strategie

Implementierung
Evaluierung
Profitables Wachstum
 
4. Tunnelofen Dalian, China
ZAO Podolsk, Russland
Orient Refractories, Indien
 
Brasilien (Werk, JV oder M&A)
Russland (Werk, JV)
 
 

Rohstoffintegration


Akquisition PPL (Irland)
Akquisition SMA (Norwegen)
   inkl. Investition in Schmelz-
   kapazitäten
Kapazitätserweiterung Türkei

Opportunistische Projekt-
   möglichkeiten




Innovation &
Business Excellence
Werksschließungen/-verkäufe
   (FRA, CAN, GBR, ZAF)
Zentralisierte Organisation
Neues Rezept- und Sortenkonzept
   für europäische Rohstoffe
Kostenoptimierungsprogramm
US (brownfield oder asset deal)
Restrukturierung von
   Kapazitäten in Europa